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Renteninformation richtig lesen

 


Renteninformation richtig lesen

Wie viel Rente bekomme ich im Alter? Und wird mir diese Rente reichen? Diese beiden Fragen sind für die meisten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wesentlich. Antworten kann die Renteninformation liefern: Sie verrät Ihnen, wie hoch Ihre Altersrente mindestens ausfallen wird – und wie viel höher sie durch möglichen Rentenanpassungen ausfallen könnte. Und weil dieser angegebene Wert deutlich unter Ihrem jetzigen Gehalt liegen dürfte und das Geld durch die Inflation (Kaufkraftverlust) an Wert verliert, weist die Renteninformation auch gleich auf den zusätzlichen Altersvorsorgebedarf hin.


Achtung: Renteninformation weist Bruttobeträge aus!

Ab dem 27. Lebensjahr und nach 5 beitragspflichtigen Jahren in der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) erhält jeder seine persönliche Renteninformation, und zwar jährlich, ab dem 55. Lebensjahr erhält man dann die wesentlich ausführlichere Rentenauskunft alle drei Jahre! Die Deutsche Rentenversicherung informiert ihre Rentenversicherten regelmäßig über die bisher erworbenen Rentenansprüche und die Höhe der zu erwartenden Altersrente oder Erwerbsminderungsrente.

Allerdings sollten Sie beachten, dass es sich bei den angegebenen Beträgen immer um Brutto-Beiträge handelt! Davon gehen noch Steuern (Einkommenssteuer, Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer) sowie Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung ab. Das sind zurzeit etwa 12 Prozent (halber Beitrag zur Krankenversicherung und voller Beitrag zur Pflegeversicherung).


Höhe Ihrer Altersrente - Die wesentlichen Einflussfaktoren


Steuern

Steuern

Der Anteil der Rente, auf den Steuern fällig werden, steigt bis 2040 schrittweise an. Ab 2040 muss die gesamte Rente oberhalb des Grundfreibetrags versteuert werden.

Wie hoch Ihre Steuerlast im Alter ausfällt, hängt von Ihrem persönlichen Steuersatz bzw. von der Summe Ihrer Alterseinkünfte ab.

Inflation

Inflation

Die Inflation sorgt dafür, dass die Preise steigen und Sie sich vom gleichen Geld in Zukunft weniger kaufen können. Das hat Einfluss auf Ihre Rente bzw. den Betrag, der in der Renteninformation angegeben wird. 1.000 Euro Rente von heute sind bei 2 Prozent Kaufkraftverlust in 20 Jahren nur noch 673 Euro wert.

Der Betrag, der in Ihrer Renteninformation als künftige Altersrente ausgewiesen wird, wird also in der Realität auf jeden Fall geringer ausfallen.

Risiko Scheidung

Risiko Scheidung

Eine Scheidung hat wesentlichen Einfluss auf die Höhe der späteren Rente. Denn bei einem Versorgungsausgleich werden alle während der Ehezeit erworbenen Rentenansprüche addiert und dann hälftig geteilt. Das macht sich dann auch in der Renteninformation bemerkbar: Dann können plötzlich erhebliche Summen, die für den Ruhestand fest eingeplant waren, fehlen – oder die erwartete Rente wegen der vom Ex-Partner übertragenen Rentenansprüche höher sein als zunächst angenommen.


Diese Werte enthält die Renteninformation

Die Deutsche Rentenversicherung verschickt die persönliche Renteninformation einmal im Jahr an 31 Millionen Arbeitnehmerinnen und Selbstständige. Die Renteninformation schlüsselt auf,

 welche Rentenansprüche Sie bisher erworben haben,

 wie hoch Ihre Altersrente ausfallen könnte, wenn Sie weiterhin so viel einzahlen wie durchschnittlich in den vergangenen fünf Jahren,

 um wie viel Ihre Rente steigen könnte, bei einer jährlichen Rentenanpassung von einem oder zwei Prozent,

 wie viel Erwerbsminderungsrente Sie aktuell bei plötzlicher Erwerbsminderung bekommen würden

 und wann Sie ohne Abschläge in Altersrente gehen können.

Auf der zweiten Seite erklärt die Rentenversicherung die Grundlagen der Rentenberechnung durch Ihre gesammelten Entgeltpunkte und weist auf die Inflation hin.

Die Regelaltersgrenze liegt für Beschäftigte des Geburtsjahrgangs 1954 bei 65 Jahren und 8 Monaten. Bis 2031 steigt sie schrittweise auf 67 Jahre und gilt damit für alle, die nach 1963 geboren wurden. Wer früher in Rente gehen will, muss Abschläge von 0,3 Prozent pro Monat in Kauf nehmen.


Lücken im Rentenkonto?

Wie hoch Ihre Rente ausfällt, hängt davon ab, wie viele Beiträge und versicherungsrelevante Zeiten Sie auf Ihrem Rentenkonto gesammelt haben. Aber sind dort auch wirklich alle Zeiten erfasst? Oder gibt es vielleicht Lücken?

Darüber informiert Sie Ihr Versicherungsverlauf. Sie können ihn aber auch jederzeit bei der Deutschen Rentenversicherung anfordern. Prüfen Sie, ob der Versicherungsverlauf vollständig ist oder ob Sie für mögliche Lücken vielleicht noch Belege haben. Sie können einen Beratungstermin bei der Deutschen Rentenversicherung vereinbaren und eine Kontoklärung durchführen.


Renteninformation - Was bedeutet was: